EMI Music Group »Spiel’ mir das Lied vom Tod«
Lange schon stehen die Zeichen schlecht für die nationale sowie internationale Musikbranche. Neben den in den letzten Jahren immer weiter gesunkenen Verkaufszahlen von physischen Tonträger und den damit einhergehenden gefallenen Umsatzerlösen, die bislang noch nicht durch das digitale Geschäft gedeckt werden können, werden vielen großen Labels wie nun auch EMI ihre Investoren zum Verhängnis.

Eigentlich klingt doch alles sehr vielversprechend. Bei einem ersten Blick auf den Katalog der Verlagsrechte des englischen Major Labels EMI präsentieren sich große Namen der Branche wie die Beatles, Coldplay, Robbie Williams, Norah Jones, Pink Floyd und die Beastie Boys. Doch trügt der Schein und spätestens seit dieser Woche ist wirklich klar, wie schlecht es um das englische Traditionsunternehmen steht. Zweifel am Fortbestand des Unternehmens schürte nicht zuletzt auch Terra Firma, die EMI-Holdinggesellschaft, mit ihrem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht. „Erhebliche Zweifel“ äußerte man dort am Übleben des kleinsten der vier großen Labels, zu welchen auch Sony, Universal und Warner gehören. Unter dem Strich wies EMI einen Nettoverlust von fast 1,8 Milliarden Euro aus, der hauptsächlich durch starke Abschreibungen auf Verlagsrechte zurückzuführen war. Ingesamt firmiert EMI derzeit auf einem Schuldenberg von knapp 500 Millionen Euro.










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